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Zeit für mich nehmen, ohne schlechtes Gewissen

Seit etwas mehr als drei Jahren bin ich stolze Mutter eines kleinen Sohnes, der mich jeden Tag aufs Neue von seiner unendlichen Energie überzeugt. Und etwa, so lange gehe ich auch der Frage nach, wie ich es als voll berufstätige Mutter trotzdem schaffen kann, mir Zeit für mich selbst zu nehmen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Ja, auch Mütter verdienen eine Auszeit, und eigentlich weiß man es ja: Eltern brauchen Zeit, um Energie zu tanken und sich zu erholen, damit sie tagtäglich aufs Neue wahre Meisterleistungen vollbringen können.

Was theoretisch ganz einfach klingt, ist in der Tat gar nicht so leicht umzusetzen. Denn wenn der Terminkalender voll ist, die Wäscheberge hoch (ich meine wirklich sehr hoch) sind und kleine Bäuche gefüllt werden müssen, dann wirft man schnell mal alle guten Me-Time-Pläne beiseite oder stellt diese wieder ganz hinten an.

Das Morgen-Ritual
Dennoch entwickelt man mit der Zeit kleine Time-Out-Strategien. Mein morgendliches Energietanken, sozusagen mein erster kleiner Treat, ist mein heißgeliebter, schaumig gerührter Matcha Latte. Damit alles sehr schnell geht mixe ich ihn in einem High Speed Blender und habe dann etwa 20 Minuten Zeit, um ihn in aller Ruhe zu genießen, während mein Kleiner spielt oder ein Hörbuch lauscht.

Das Büro als Ruhe-Oase
So seltsam es vielleicht klingen mag, aber ich relaxe bei der Arbeit. Was ich mache macht mir meistens Spaß und erfüllt mich. Es ist genau der Ausgleich, den ich neben meiner Mutterrolle benötige. Dazu noch ein schön gestalteter Arbeitsbereich mit hübschen Pflanzen einer Duftkerze, entspannender Musik – und mein Arbeitstag ist perfekt.

Teamwork statt Alleingang
Natürlich darf man als Mutter auch nicht vergessen, dass man nicht alleine für alles zuständig ist. Wie heißt es so schön, es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen Ich finde in unserer heutigen Gesellschaft haben wir die Ansprüche an die perfekte Erziehung sehr hoch gelegt und vergessen dabei, dass dies alleine kaum zu schaffen ist. Glücklicherweise habe ich ein tolles Umfeld und bekomme viel Unterstützung sowie Verständnis. Daher wird regelmäßig mein Mann, die Freundin oder hin und wieder auch die Oma eingespannt. Ich gönne mir dann den einen oder anderen freien Nachmittag und mache Sachen, die mir Spaß machen, sei es Yoga, Laufen oder einfach mal auf der Couch liegen und ein Buch lesen.

Es muss nicht alles perfekt sein
Das Streben nach Perfektion habe ich glücklicherweise aufgegeben. Nach einer Bestandsaufnahme sämtlicher Aufgaben und Hinterfragung aller Erwartungen habe ich es nach und nach geschafft mich von vielem, was in Wirklichkeit gar nicht wichtig oder wünschenswert war, zu lösen.

Pausen einplanen
Ich habe auch festgestellt, dass Entspannungsphasen leider nicht einfach mal so daherkommen. Ich musste lernen, mir bewusst Zeitfenster einzuplanen und meinen Tagesablauf entsprechend so zu gestalten, dass Pausen möglich sind. Auch das Festlegen von fixen Wochentagen, an denen ich beispielsweise Sport mache oder meine FreundInnen treffe, hat mir sehr geholfen.

Viele kleine Hacks und Tricks machen es schlussendlich aus, die perfekte Balance habe ich dennoch nicht gefunden, und die Suche danach habe ich ohnehin schon aufgegeben. Das Leben ist schön in all seinen Facetten – und dafür bin ich jeden Tag dankbar.

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